Harald Nicolas Stazol
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Jardelunder Elegie - ou ardent pour le feu

October 25, 2007 on 12:02 pm | In CULTURAL FASHION | 1 Comment

Ein Brief wird gewünscht, ein Liebesbrief, un billet doux - an einen bekannten Unbekannten, ein coup de foudre hat sich, Hallelujah, ereignet, wenn die Götter, wenn Amor denn gnädig, ein Trankopfer bietet ihm dar - bringt Bütten und Feder, haltet den Boten bereit, gebt ihm Wasser und ein gutes Ross, ich bin Tagesreisen entfernt, und noch heute, zur Stunde, soll Nachricht geschehen, soll die Depeche ans Ziel, um Antwort erwartend, erflehend, car il est mon bon bonheur, weil es mein Wunsch und Wille ist, consider it done, mon cher, weil Dein Wunsch mir Befehl.

William-Adolphe Bouguereau (1825-1905) - Elegy (1899)
Link: William-Adolphe Bouguereau (1825-1905) - Elegy (1899), Wikipedia

Ein Antlitz ist es, bezaubernd, das zunächst ich sah und entflammte - und ist es nicht immer so, dass die Augen entscheiden, den Spiegel der Seele suchend, der anderen? Und ist´s nicht verdächtig, und sollte man träumen und hoffen, einem Narren gleich, der sieht und begreift in Sekunden, oh eitle Narretei, süsser Wahn. Man sagt doch, die Psyche entscheidet, in sieben Sekunden, in einem Wimpernschlag - und schon bald sich erschreckend das Innere, sofort erzittert das Herz, umgehend formt sich der Wunsch: Immer sei! Du sei es für immer. Und man entsinnt sich längst vergangener Tage, der Tage des Glückes, des uneingeschränkten - doch halt, man versagt sich´s, zu sehr lastet die Wahrheit, zu sehr zweifelt Gedank´und Verstand, die ewig Waltenden, und legt die Wirklichkeit nahe. Zu böse, zu trist ist die Welt, als dass Elysisches siegt, und dann schiebt man´s beiseite, und wird Hoffnung ganz.

L´ambition, c´est la richesse des pauvres, heisst es, und arm fühlt man sich bald. Doch dann die Augen des anderen, die feurigen, Feu nennt er sich selbst, und man steht wieder in Flammen. Oh Idiot, selbstverliebter, denkt man über sich selbst - sah ich dich heut nicht, sprachen wir nicht, so ist mir das Ganze verloren, I didn´t see you today, the day is lost schrieb ich einst, als Jüngling noch einem anderen, die Worte sind gültig noch, auch wenn die Liebe damals längst verging, und Du dich verwehrtest noch gestern, dagegen ein Weit´rer zu sein. Nur ein neuer, ein Seriengesetz - sei beruhigt! Geschichte sind alle, verdammt zur Erinn´rung, und Neues muss sich ereignen, wenn´s Leben noch Gnade bereit, und Eros den Pfeil schiesst und Apollon auch noch gewogen: Es sei! So stöhnt meine Seele, es sei, und so tu ich mit Macht alles was mir steht zu Gebote, vertrauend auf Wortes Gewalt und auf die günstige Stunde.

Noch kenn ich nicht Stimme und Sagen, allein nur Geschriebenes, das amüsant, und schmunzelte wohl, und ward auch verlacht mit freundlichem, reizenden Spott. Recht geschieht mir, denn fühl ich mich so selbst beizeiten, ein rechter Lächerling seiend, ein kleiner Pierrot, der Lachend-Verlachte, dem Schönheit so viel, und Lächeln, Gedanke und und Zartheit noch mehr? Denn was gibt es bess´res auf Erden, als holdes Erröten, als Lächeln, als Tand, Weinen, Glauben, die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

Angetan war ich, was sag ich, ich bin´s, fast über die Maszen, drum halt! Mehr von Dir nun, denn darum nun sitz ich am Tische und blicke über den Garten zum Wald hin, derweilen das Feuer mich wärmt im Kamin, dasselbe, das Dir zum Verlangen, nicht lodern nur sollt es ans Aussen, doch auch das Innere entzünden, so war Dein Wunsch in der Königin aller Sprachen, der Sprache der Liebenden, Französisch war´s, ja - schon allein dies wird mir Gedächtnis.

Noch einmal Dein Bild aufgerufen, ich habe es Freunden gezeigt. Die sagten: Kein Wunder, dass Du beseelt, Nicolas, wir kennen Deinen Geschmack, so möge es sein, viel Glück Dir nun also, gehabe Dich wohl, und bring Dich nicht um den Verstand, um Takt, um edles Mass, doch sei wägend-flüchtig begeistert, Du hast es verdient.

Dein Lächeln, wer will es beschreiben? Das Ebenmass Deines Gesichts? Man tadle mich nicht, kaum mehr durft ich bisher erleben - doch nächtens hatt ich Dein Wort. Und als Du mich fragtest, was wichtiger sei, die schöne Gestalt oder Witz, und Smartness, so nanntest Du´s, glaub ich, und ich sagte: Beides, ich schwör´s. Doch gesteh ich auch ´schnell dass mir Grazie wichtig, dass gern ich an Schönheiten wandle, wie einst schon die Griechen, die Weisesten oft, ihr Entzücken, auf Vasen, zerbrechliche malten, und sangen von Schönheit und Ebenmass, das Wichtigste aber, so hiess es, sei Seele: Animula vagula blandula, hospes comesque corporis, so schrieb es ein römischer Kaiser, Hadrian war´s, und er hatte recht.

So schliess ich nun, sei des gewärtig, ich schliesse, verströmte mich ganz, und harre Deiner Bestimmtheit, der Schärfe Deines Charakters, des schon bewundert erwähnten. Und hoffe kein Narr zu sein, ach, doch vor Göttern sei es gefleht, auf Knien vielleicht und in Schwaden des Feuers, das auf dem Altar Deiner Seele, im Tempel der Wahrheit, Apoll und Zeus zu Gedächtnis und Preis schon entflammt - le feu ardent, le voilà, comme commandé, mon âme enflammée.

Make Up

October 18, 2007 on 1:49 pm | In CULTURAL FASHION | No Comments

Die Wahrheit, mal ungeschminkt

Was sind die materiellen Waffen einer Frau? Das Beauty-Arsenal des schönen Geschlechtes kennt offenbar keine Grenzen: Lippenstift, Rouge, Puder, Mascara,Teintfonds, Eyeliner, Gesichtswässerchen - das sind die materiellen Waffen einer Frau. Was Männer nicht selten ganz schön schnell in die Verzweiflung treibt: Die herrschenden Regeln der Schminkkunst sind in feine, kleine, genau zu beachtende Paradoxa geteilt, Theorien, wie sie allenfalls noch in der Quantenphysik zu finden sind. Und, irgendwie, wie alles Unheimliche, wie alle Metamorphosen zum Schönen hin, von den Männern doch ein wenig Bewunderung verdienen. Denn nichts anderes ist der Kult des Make Ups, als die hohe Kunst der Verwandlung.

Beginnen wir beim Lippenstift, vorzugsweise nachgezogen und von Lipgloss strahlend überwölbt wie eine französische Kathedrale von ihrer lichtdurchfluteten Kuppel. Man sollte annehmen, die Damenwelt trägt ihn auf, um nachhaltig und romantisch geküsst zu werden. Und was passiert? Kurz vor dem alles entscheidenden Zuneigungsbeweis wendet sich die Angebetete ab und bietet nur noch die Wangen dar. Alles nur, um das farbige Wunderwerk ihres hypergestylten Mundes vor Zerstörung zu schützen. Wer blickt da denn noch durch? Der Revlon-Konzern vielleicht, der nicht umsonst in einem palastartigen, knallroten Wolkenkratzer an New Yorks Madison Avenue residiert, dank gigantischer Einnahmen. Estée-Lauder, Clinique, Lancaster, Lancôme womöglich. Aber die haben ja auch Forschungslabore, bevölkert von hunderten Wissenschaftlern - dagegen kommt ein einzelner Mann mit einem einzigen Verstand einfach nicht an. Aber die weibliche Psyche. Mit Leichtigkeit.

Dabei gibt es allerdings phänomenale Unterschiede: Kontinentale Make-Up-Massen stehen gegen regionales Make-Up in Maßen. Und es ist schon interessant, dass ehemalige Klassenfeinde wie die Ladies der USA und die Frauen der ehemaligen Sowjetunion offenbar ähnliche Ansichten über die Menge an Farbe und Teint pro Antlitz teilen - auch lässt sich daraus relativ einfach das proportionale Verhältnis von Gesichts-Stukkatur zum Alter der Verwenderin ermitteln. Dies aber gehört zum männlichen Know-How über Grundlagen und Wesen der Coloraturen, verführerisch angewendet von der modernen weiblichen Weltbevölkerung. Wer es ignoriert, ist gewissermassen von Vornherein auf verlorenem Posten. Auch der Nord-Süd-Konflikt in Deutschland verdient Beachtung: Was in München en vogue ist, gilt in Hamburg als übertrieben - was wiederum dem germanischen Einzelkämpfer des Ungeschminkt-Maskulinen relativ einfach die geographische Zuordnung eines Exemplars der Geschminkt-Femininen erlaubt.

Die exemplarische Wahrheit ist: Make-Up und Männer passen einfach nicht zusammen. Das fängt schon beim Styling der Schminkwerkzeuge an. Für die weibliche Anmut setzt die holde Weiblichkeit futuristisch anmutende Gegenstände ein, Dinge, die für uns, die Männer, oft genug etwas Unheimliches haben. Haben Sie kürzlich mal einen modernen Lippenstift gesehen, einen von Chanel womöglich? Abgesehen vom überaus einkommensschwächenden Preis sieht er aus, als könne man damit eine Atomrakete starten. Mikrofilme transportieren. Oder Uran 238. Auch kritisch: Die bunten Puderkugeln von Guerlain, so farbenfroh, dass man sie nach durchzechter Nacht schon mal irrtümlich für Bonbons halten könnte…

Der Lippenstift ist die weibliche Wunderwaffe schlechthin. Das zweite Paradox der Kosmetik: Die Drehstifte sind der natürliche Feind des Oberhemdes. Wer zählt die Beziehungen, in denen die falschen Farbe, sagen wir, Rouge Hydrabase Waikiki oder Electric, als direkter Indizienbeweis für arge Verwicklungen sorgt? Und das klingt dann so: „Was hast du denn da am Hemd? Ist das nicht der Lieblingsfarbton deiner Sekretärin? Was macht der auf deinem Kragen?” In so einem Ernstfall heisst es bei vollem Risiko lügen. Was das Zeug hält. Ein verzweifelter Rettungsversuch muss jetzt sofort unternommen werden, um den Super-GAU zu verhindern: „Ach Liebling, wir hatten heute einen so tollen Vertragsabschluss, dass wir im Büro spontan ein wenig feierten. Nur ein klein wenig, und dabei hat sie mir einen Kuss gegeben, auf die Wange, wegen des grossen Erfolges, des unerwarteten, du siehst, es ist alles ganz harmlos…” Und was dann folgt, ist, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Lippenstift, zumal zur falschen Zeit am falschen Ort, ist so ziemlich das risikovollste Erzeugnis der weltweiten Schönheitsindustrie. Ehen können daran scheitern, Beziehungen zu Bruch gehen, Affairen sich in Nichts auflösen. Schneller, als man einen solchen Stift entsichern, ach nein, aufdrehen kann.

Eine kurze Situationsanalyse: Wie lange braucht eine durchschnittliche Frau - falls es soetwas gibt - für ihre schmetterlingshafte Verwandlung im Badezimmer? Eine Stunde vor dem Spiegel? Zwei? Der Herzog von Windsor, einer der berühmtesten Gentlemen seiner Zeit, litt besonders unter solch weiblicher Zeitverschiebung. Er ist vielleicht der berühmteste Prototyp des von Make-Up genervten Mannes. Immerhin war der Herzog als Edward der VIII. der ehemalige König von England. Er hatte für seine Wallis dem Thron entsagt und war also eigentlich ziemlich hart im Nehmen. Um nun im Entrée seiner Villa in Neuilly, Paris, jeden Abend auf die Herzogin zu warten. Und zu warten. Und zu warten. Oft Stunden. Auf ihr Erscheinen. Zugegeben, sie galt als eine der elegantesten Damen der Welt. Und machte sich halt eben noch mal stadtfein. Oder operntauglich. Trug ihre Shoppingmaske auf, porzellangleich. Wollte noch mal kurz zu Cartier. Und der Herzog sass da. Und weinte leise. Stundenlang.

Zum Heulen ist es ja irgendwie auch, das dritte Paradox: Wie lange benötigt denn der durchschnittliche Lebensgefährte, bis er endlich ins Bad darf? Derselbe Mann, für den sie (im besten Falle) ja all die Anstrengungen ihr Gesicht betreffend unternimmt? Wer beschreibt die Ungeduld, die ein Mann jeden Tag durchleiden muss? Um schliesslich, natürlich nach ihr, unter all den Tiegelchen, den Töpfchen, den fremd und bedrohlich aussehenden Aussehensverstärkern, sein Rasierzeug zu suchen? Denn unter Garantie sind die so wichtigen Utensilien männlicher Körperpflege, die vergleichsweise wenigen, die es ohnehin nur gibt, weggeräumt, beiseite geschoben, umplaziert oder sogar völlig verschwunden. Auseinandergenommen. Mutwillig versteckt. Sind schlimmstenfalls des-in-te-griert. Um Platz zu schaffen. Für ihre geheimen Schönheitsmittelchen. Hat das nicht jeder Mann schicksalsergeben schon einmal erlebt? Eben! Und was kann Mann dagegen tun? Seien wir mal ehrlich: Virile Gegenmassnahmen – die können wir uns abschminken.
HARALD STAZOL

Hype

October 2, 2007 on 1:58 pm | In CULTURAL FASHION, ESSAY, POLITICS | 1 Comment

Es ist wohl eine Charaktereigenschaft der Mediengesellschaft, dass sie zu ungebührlicher, oft vorschneller und doch vorhersehbarer Übertreibung neigt - der Hype an sich ist nichts anderes, als der Ausdruck unser aller psychischen Grundkonstitution, sich auf ein Einziges, möglichst Einzigartiges und dann auch noch Auschliessliches zu stürzen, vergleichbar einer plötzlichen Verliebtheit, die ja in ihrer Phänomenologie der Psychose gleicht. Der Hype um etwas ist davon nicht allzuweit entfernt, ja man kann sagen, dass er - als Massenphänomen betrachtet - einer zeitlichen und örtlichen Begrenzung enthoben ist: Hypes brechen aus, sie werden gemacht, nicht selten instrumentalisiert von der Konsumgüterindustrie und es ist ihnen schwer zu entkommen. Erinnern wir uns doch einmal an die Einführung des Sony-Walkmans anfang der Achtziger, dem Urvater aller Ipod-Variationen, an die frühen Goldräusche in den Vereinigten Staaten, an die Schlangen glückseliger Kinder vor den Buchläden mit dem neuesten Harry-Potter-Band, an den Run auf die Telekomaktie (der erst abbrach und Kurstürze erlitt, als der Hype abgeflaut war), an die Geschichte der New Economy.

Britney Spears ist das zur Zeit wohl traurigste Beispiel für einen Medienhype, der um eine Person gemacht wird, mit unabsehbaren Folgen für die Betroffene: Erst wurde sie zum Star gehypt, dann ergötzte sich die ganze Welt an ihrem tiefen Fall, der immer noch die Wesenszüge eines Hypes hat, nur diesmal mit umgekehrten Vorzeichen.

Ich wage eine Theorie zum psychologischen Urgrund des Hypes: Vermutlich war es evolutionsbiologisch notwendig für unsere Vorfahren, etwa bei der Jagd auf ein Mammut, eine Art kollektiver Begeisterung aufzubringen, um den ganzen Stamm für die Hatz zu mobilisieren. Der Stammeserhalt ging über alles und war Voraussetzung für das Überleben in der feindlichen und gefährlichen Natur. Je grösser die Gruppen wurden, desto grösser wurde die psychische Energie, die dabei entfesselt wurde, mit womöglich unabsehbaren Folgen für, vielleicht sogar telepathische (wer weiss) Entfesselung der Gruppendynamik. Auch kriegerische Auseinandersetzungen mit anderen Ethnien erfordern solche mentalen Voraussetzungen, und so gilt es eigentlich die Frage zu klären, inwieweit die Ursprünge des Hypes unter Umständen ein eher männliches Grundschema haben, nämlich das des Jägers und Kriegers an sich, das sich dann im Laufe der Geschichte zu einem geschlechtsübergreifenden Phänomen entwickelte - wobei die weibliche Neigung zur Hysterie wahrscheinlich eher noch verstärkend gewirkt haben dürfte.

Es gilt zu klären, inwieweit die 19. Jahrhundert aufkommende Idee des Nationalstaates, gerade in Deutschland, eine Art politischem Hype zugrunde liegt. Und letzlich auch der immerhin 15 Jahre andauernde Massenwahn des Nationalsozialismus mit einer Hinwendung auf ein Individuum und gleichzeitiger Entfesselung einer Europa unterwerfenden Kriegsmaschinerie mit furchtbaren Folgen liesse sich als Hype begreifen - bis hin zur Judenverfolgung, die eine Art Antihype, ein Hype auf Zerstörung und Ausrottung gewesen sein dürfte.

Der gegenwärtig vorherrschenden Stimmung im Lande, eine Art Massendepression, angeheizt von Presse und Politik, ist eine ebenso ihrem Wesen nach eher selbstzerstörerische Form des Hypes. Es ist eine Eigenschaft des Hypes, dass er immer für beide Extreme, für totale Begeisterung oder totale Entmutigung, für höchste Idealisierung, ja fast Anbetung genauso steht wie für den Untergang stehen kann. Stehen ist in diesem Zusammenhang vielleicht nicht das richtige Wort, denn der Hype ist immer dynamisch, immer beweglich.

Als um 1630 die aus der Türkei eingeführten Tulpen zum Statussymbol der holländischen Reichen wurde, geriet die Begeisterung und Sepkulationssucht der Bevölkerung Hollands derart ausser Rand und Band, dass schliesslich ganze Häuser für drei Zwiebeln verkauft wurden. Die ganze Gesellschaft  wurde zu Hasardeuren und Spekulanten, es wurden Vermögen gemacht und wieder verpfändet, man sprach von nichts anderem mehr und manche Zwiebel wurde an einem Tag zehnmal verkauft. Manche Zwiebeln erreichten den Gegenwert von 60000 Gulden, einer für die damalige Zeit unerhörte, astronomische Summe - bis 1637 die Blase platzte und das Land ruiniert war. Die Parallelen zum Neuen Markt, der Internethysterie der neunziger Jahre dieses Jahrhunderts, sind unübersehbar: es wurden innerhalb von fünf Jahren Milliarden vernichtet, eine Tatsache, die die Weltwirtschaft noch heute belastet.

Offenbar hat die Aussicht auf schnelles und leichtverdientes Geld eine ähnliche Verführungsgewalt zum Hype wie die Gier nach Sensationen.

to be continued